DTK Gruppe Kurpfalz, Ihr Club für alle Dackel in Kaiserslautern und der Vorderpfalz

Fährte, Führersuche Hilfe für Zuhause

Fährte Methode 1 (Führersuche)

Am einfachsten dieses beizubringen ist es Versteck zu spielen (bitte zuerst alles durchlesen):

  1. Wie beim Mantrailing beginnt man damit dem Hund ein tolles Leckerli vor die Nase halten und darauf heiss zu machen (oder Spielzeug, je nachdem was am interessantesten ist), während eine zweite Person den Hund festhält. Dann rennt der Hundeführer ein kurze Strecke weg und stellt sich hinter einem Baum oder Busch (10-15m entfernt). Dann lässt die zweite Person den Hund los (entweder an einer Fährtenleine oder ganz abgeschnallt) damit der Hund den Führer „suchen“ kann. Beim finden wird der Hund mit dem Leckerli oder Spielzeug belohnt mit viel Partystimmung.

Dies kann man dann gleich nochmal wiederholen. Wenn der Hund voller Eifer und Freude hinterhergerannt kam, kann man die Distanz etwas verlängern (20-25m). Falls der Hund nur langsam und unsicher hinterher ging, sollte man nochmal die selbe Distanz wählen, aber dieses mal nicht ganz verstecken. Falls der Hund sich ablenken lässt von der Umgebung, dann hat die Belohnung nicht einen ausreichend hohen Wert in den Augen des Hundes, und man sollte das nächste Mal was anderes, besseres nehmen.

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2. Man sollte zum nächsten Schritt erst übergehen wenn der Hund mit Freude 50-70m hinterher läuft. Wenn diese Freude jedes mal zu sehen ist kann die zweite Person dem Hund vor dem loslassen ein Wort das die Suche einleiten soll nennen (ein anderes als mein bei der Jagd benutzen will (z.B. wo ist Herrchen/Frauchen) bzw. dem Hund sollte ein anderes Geschirr angelegt werden, damit diese beiden Bereiche strikt getrennt bleiben, sonst könnte der Hund verwirrt werden).

Nun kann man dem Hund Anzeigen, dass die Suche gleich beginnt, indem der Hundeführer am Start den Boden scharrt. Danach nimmt die zweite Person den Hund ausser Sichtweite und wartet eine kurze Zeit damit der Hundführer sich verstecken kann. Hier ist es wichtig wieder eine kurze Strecke zu gehen, da die Aufgabe jetzt erschwert wurde. Ähnlich wie oben langsam die Distanz verlängern. Man sollte es dem Hund nicht immer schwerer machen (jede Fährte länger als die letzte), sondern auch mal kürzere Strecken üben damit der Spass erhalten bleibt.

3. Nun kann man Ecken einbauen. In den Fäehrtenbüchern liest man immer zuerst eher eine Rundung einzubauen bevor man mit einem 90 Grad Winkel übt, damit der Hund nicht lernt weit über der Spur hinauszurennen und dann die Spur wiederfinden muss. Meistens reicht es ein Paar mal Kurven einzubauen die allmählich 90Grad annähern damit der Hund das Ende der Spur schneller erkennt. Wie oben sollte man mit den Ecken auch wieder mit kürzeren Strecken anfangen and dann allmählich verlängern.

 

Es ist wieder wichtig, dass sowohl die erste Strecke und die zweite Strecke nicht einfach immer länger werden, sondern mal kürzer, mal länger. Das machte die Sache auch interessanter. Manche Hunde lernen „Schritte zu zählen“, da sie mit der Wiederholung der selben Längenabschnitte, dann die Ecke erwarten und danach suchen, auch wenn sie eigentlich früher oder später auftaucht. Ähnliches gilt wenn man immer in die selbe Richtung abdreht (etwa immer zweimal links oder zweimal rechts). In der Prüfung muss man damit rechnen dass der Richter von einem erwartet statt einem U zu laufen ein Z ansteht (einaml links, einmal rechts).

Mit der obengennanten Methode kann man allerdings den Hund dazu erziehen der Witterung hinterherzugehen, statt der Fährte. Auch muss man mehr auf die Windrichtug achten, da dieser den Duft verweht und es passieren kann das der Hund die Fährte nicht genau verfolgt und dadurch die Ecken verpasst. Um diesem vorzubeugen kann man die unten genannte Methode anwenden, da sie mehr Sicherheit gibt dass der Hund die Fährte näher verfolgt.

Fährte Methode 2 (BHP2 und BHPS2&3)

  1. Man kann damit anfangen indem man, wenn man einen Hund hat der nur wenig seine Nase einsetzt zum Suchen, Futter/Leckerchen in einer Decke oder ähnliches versteckt, damit der Hund die Leckerchen nicht alle sehen kann, sonder mit der Nase danach beginnt zu Suchen. Hier kann man sein Suchwort schonmal einführen damit der Hund weis dass er seine Nase einsetzen soll. Nach mehreren Wiederholungen, wenn man merkt dass der Hund gut seine Nase einsetzt, kann man diese Decke nun draussen auf der Wiese auslegen und dort das Spiel spielen (höhere Ablenkung). Langsam ein Paar Futterstücke mit in den Rasen streuen. Allmählich macht man die Decke immer kleiner und verstreut immer mehr in der Wiese.
  2. Nun kann man die erste kleine Fährte legen: kleinschrittig und dabei Leckerchen in die Fussspuren legen. Anfangs legt man in jedem Tritt ein Leckerchen und nach mehreren Wiederholungen in jedem zweiten Schritt, dann eher zufällig. Es ist wichtig nicht zu schnell die Leckerchen abzubauen, da wir hier dem Hund beibringen die Menschenfährte mit guten Sachen in Verbindung zu bringen. Man erkennt wann man die Leckerchen/Futterstücke abbauen kann, indem der Hund beginnt ausgelegte Leckerchen zu überspringen.

Wie bei der Fährte 1 verlängert man die gerade Spur nur langsam, da dies eine anstrengende Aufgabe ist. Eherkann man nach 20-30m die Ecken einbauen (Punkt 4)

  1. Hat mann allerdings einen Hund der schon gut seine Nase einzusetzen weiss, dann kann man entweder eine Wurstspur auslegen (Würstchen an einer Schnur), oder mit Wurstsud eine Tropfspur legen. Anfangs viele Tropfen (man kann sogar in jedem Tritt einen Tropfen tropfen) und langsam ausschleichen wie bei der Leckerchenspur.
  2. Ecken: Am Anfang legt man vor und nach der Ecke ein dichte Duftspur, bis man erkennt das der Hund die Ecke leicht zu finden scheint, und dann allmählich die Tropfen wieder ausschleichen.
  3. Das Ende der Spur enthält entweder den Führer (BHP2), eine fremde Person (BHPS2) oder ein Spielzeug (BHPS3). Wenn man dieses Training langsam genug aufbaut, dann ist es eher unwichtig was am Ende der Spur liegt als Motivation. Man sollte allerdings als Hilfe für den Hund zum Unterscheiden wann er apportieren soll und wann er den Menschen suchen soll sowohl mit einem Geschirr arbeiten (Fremdpersonensuche) als auch nut mit Halsband oder etwas anderes, dass sich klar unterscheiden lässt. Man kann für beide Typen der Fährtenverfolgung auch/ zusätzlich ein anderes Wort zum Suchen benutzen, z.B. Such für die Person und Apport für das Spielzeug. Nicht dasselbe anziehen wie bei der Wildfährte, falls man auch die Jagdspur übt. Wir wollen versuchen zu vermeiden, dass der Hund am Ende der Apportierspur zur versteckten Person rennt, statt zum Führer. Wenn man den Hund am apport aubrufen muss, gibts Abzüge.
  4. Bei der BHPS2 muss man noch die Anzeige in die Spur einführen das man ganz am Schluss üben kann, wenn man vorher genug Arbeit in die Anzeige an sich getan hat.